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16. März – 5. Dezember 2021

Aurichs Wasserstraße - Der Ems-Jade-Kanal

Wasserwege waren schon immer Handelsstraßen und spätestens die Industrielle Revolution forderte künstliche Wasserstraßen. Kanäle wurden gebaut, ihre Ufer mit Wegen ausgestattet, Plattbodenschiffe entwickelt. Kanalschiffe waren „Treidelschiffe“. Sie wurden mit Tauen von Menschen oder Pferden „getreidelt“ – plattdeutsch „getreckt“. „Treckfahrtskanal“ hieß deshalb 1799 der erste Abschnitt zwischen Aurich und Emden. Weiter ging‘s 1869 nach der Einweihung des preußischen Marinehafens. Bis nach Wilhelmshaven sollte der „Treckfahrtskanal“ begradigt und vertieft fortgeführt werden. Die „Kesselschleuse“ in Emden und das „Kukolorum“ in Rahe bei Aurich wurden angepasst. Für den Verlängerungsabschnitt mussten weitere Schleusen eingeplant werden. Der neue „Ems-Jade-Kanal“ wurde 1888 eingeweiht. Er diente dem Transport von Kohle aus dem Ruhrgebiet, von Ziegeln aus dem Emsland sowie von Torf und landschaftlichen Produkten aus der Region. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden jährlich zwischen 100.000 bis 200.000 Tonnen auf dem Kanal befördert. Danach übernahm der Bund die Unterhaltung. Der Ausbau des Straßengüterverkehrs jedoch minderte die Bedeutung. Heute leben auf und am Ems-Jade-Kanal Freizeit und Sport. Erfahren Sie mehr über die Geschichte und Bedeutung des Ems-Jade-Kanals im Blog für ost-friesische Geschichte. Hier geht es zu dem Blogbeitrag: http://ostfrhist.hypotheses.org/?p=219